Mit jeweils 25 kg Marschgepäck will sich das Team aufmachen zur nächsten Etappe, hinauf zur Gouter-Hütte auf 3600 Meter. Doch das enorme Gewicht belastet das Tempo. Man beschließt, einen Teil des Gepäcks zurückzulassen.
Die Ausrüstung, die der einbeinige Thomas Merten zu schleppen hätte, wird auf die anderen verteilt. In solchen Momenten ist Teamgeist gefragt. Besondere Ansprüche stellt das Gelände ohnehin. Steinschlaggefahr lauert er ebenso wie eisglatter Firn an den Hängen. Ganz zu schweigen von dem eisigen Wind, der allen Teilnehmern kräftig um die Nase weht. Doch wer auf den Mont Blanc will, muss eine ausgeprägte Kämpfernatur haben, alles andere zählt nicht. ... bereitet er die Hölle.
In der Einsamkeit der Höhe wird die Besteigung auch zu einem mentalen Problem. Worte werden nur wenige gewechselt, die Kraft allein gehört den Beinen.Was den Mont Blanc-Besteigern ein besonderes Maß an Härte abverlangt ist die Tatsache, dass in keinem Moment des Aufstiegs der Gipfel sichtbar vorihnen liegt. Zu keiner Zeit hat man sein Ziel vor Augen.
Öfter als erwartet legt die Gruppe eine Zwangspause ein. Denn für die ständig wechselnde Bogenbeschaffenheit müssen die Krücken umgerüstet werden. Stützen mit Eiskrallen werden montiert, damit Thomas Merten auf dem glatten Untergrund Halt findet.
In über 4000 Meter Höhe muss ein Biwak für die Nacht aufgeschlagen werden, weil die Schutzhütte nicht erreicht werden kann. Nach einer ruhigen Nacht kommt am nächsten Morgen das böse Erwachen. Beim Blick aus dem Zelt zeigen sich erste große Wolken.