Würde Arnheim bereits eine Vorentscheidung in der Meisterschaft bringen? Alle zu vorderst platzierten Teams waren angereist, um ja keine Punkte zu verschenken. In der PRE 65 Klasse führten Fishlock/Merrell (GBR) bereits mit komfortablem Vorsprung vor ihren Landsleuten Hannam/Smith, konnten sich aber trotzdem keinen Ausfall erlauben. In der MODERNEN Klasse lagen Hannam/Pesterfield (GBR) mit 8 Punkten vor Bauss/Bauss (GER). Es versprach also spannend zu werden.
Am Samstag waren 4 mal 6 Sektionen zu bewältigen. Alle ausschließlich im Sand, wie es in den Niederlanden eben üblich ist. Erfreulicherweise waren auch zwei niederländische Gespanne am Start, die jedoch mit dem Ausgang der Meisterschaft nichts mehr zu tun hatten.
Bereits in der ersten Sektion gingen Neil Hannam/Pete Pesterfield vor Hans-Werner und Christiane Bauss in Führung. Das deutsche Gespann hatte die falsche Spur gewählt und direkt drei Punkte kassiert. In der folgenden Sektion legten die Beiden noch einen weiteren Punkt drauf. In Gegensatz dazu gingen Hannam/Pesterfield sichtlich entspannt zu Werke. Doch in Sektion 3 konterten Bauss/Bauss mit einer Null und das britische Team kassierte einen Fünfer. Jetzt war alles wieder offen. Die nächsten Sektionen blieben spannend, da beide Teams hart um jeden Punkt kämpften. Zur Halbzeit des Tages hatten sich Bauss/Bauss einen leichten Vorsprung heraus gefahren, den sie bis zum Ende der Veranstaltung noch ausbauen konnten. Hannam/Pesterfield landeten mit deutlichem Rückstand auf Platz drei. Ruhig und souverän zog Benoit Dreze mit Luis Raza(BEL) seine Runden und konnte nach anfänglichen Schwierigkeiten Platz zwei behaupten. Tom Grossmann/Steffen Koch waren mit ihrer Wasp eindeutig schnellstes Gespann im Fahrerlager und platzierten sich auf Rang vier. Julia Schmitt/Jana Grossmann (GER), übrigens das einzige Damen-Team im Europa-Cup, erreichten immerhin noch einen hervorragenden siebten Platz.
In der PRE 65 Klasse ließen Paul Fishlock/Debbie Merrell nichts anbrennen, führten von Anfang an deutlich und ließen der Konkurrenz keine Chance. Heinz Franken diesmal mit dem Beifahrer seines Sohnes Timo Fuchs (GER) unterwegs, erreichte Platz drei hinter Ian Hannam/Deborah Smith (GBR). Axel Kreutz mit Beifahrer Ralf Büttgen bewies ein gutes Nässchen für die richtigen Spuren und konnte mit Platz vier in der Tageswertung seinen dritten Platz in der Gesamtwertung weiter festigen.
Durch ihren Tagessieg waren Bauss/Bauss bis auf 3 Punkte an das britische Duo herangerückt. Die allgemeine Frage war: Was wird der Sonntag bringen?
Der Sand vom Vortag knirschte noch zwischen den Zähnen, als um 10.30 Uhr der Startschuss zu weiteren 24 Sektionen fiel. Leider hatten die Sektionsbauer einige Sektionen entschärft, so dass kaum noch Fehler gemacht wurden. Michael Franken/Timo Fuchs (GER) kamen mit lediglich einem Strafpunkt ins Ziel. Hannam/Pesterfiled und Bauss/Bauss hatten jeder 3 Punkte auf ihren Konten. Null-Sektionen gleich, Einer-Sektionen gleich, Zweier-Sektionen gleich, etc. Ein mögliches Stechen, sportlich wahrscheinlich die fairste Variante, fand nicht satt. Der Veranstalter entschied sich für die wenigsten Fehler in der ersten Runde und damit zu Gunsten der Briten. Somit lag das deutsche Team in der Gesamtwertung wieder fünf Punkte hinter den Führenden.
Fishlock/Merrell holten sich ihren nächsten Tagessieg mit „Null“-Punkten und Kreutz/Büttgen erreichten Rang drei.
Alles in allem eine hervorragend organisierte Veranstaltung. Lediglich der zweite Tag war für die Anforderungen, die man an einen Europa-Cup Lauf stellen sollte, zu einfach.
Mäxchen |